Unabhängige Kompetenz-Plattform
für Integrierte Sicherheit in der Schweiz.

Absichern gegen ungüstiges Wetter: Fallbeispiel Jungfraubbahn Holding AG

Bei vielen Unternehmen ist das Geschäftsergebnis massgeblich vom Wetter abhängig: bei langen Dürre- und Hitzeperioden fallen z.B. in der Landwirtschaft die Erträge kleiner oder ganz aus. Wetterderivate sind relativ neue Finanzinstrumente, mit welchen sich Unternehmen gegen ungünstige Wetterbedingungen schützen können. Die Grundlage eines Wetterderivates ist ein meteorologischer Basiswert, wie z.B. die Lufttemperatur, gemessen an einer bestimmten Wetterstation. Der Payoff eines Wetterderivates hängt von der Entwicklung des Basiswertes ab.
Die ersten Wetterderivate wurden im Jahre 1997 im US-Energiesektor gehandelt – Strom- und Gasversorger wollten sich gegen einen Rückgang in der Nachfrage für Heizenergie schützen, welche durch überdurchschnittlich warme Winter zu Stande kam. Seit dem ist der Markt für Wetterderivate stark gewachsen. Man unterscheidet zwei Arten von Wetterderivaten:

  • Standardisierte Wetterderivate. Diese werden vor allem an der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt. Diese Derivate werden für die grossen Städte in den USA, Europa und Australien ausgestellt und sie beruhen meistens auf einem temperaturabhängigen Basiswert.
  • OTC: Over-the-counter Derivate. Diese Derivate werden genau auf die Bedürfnisse des Käufers angepasst und werden deshalb nicht an der Börse gehandelt. Als Basiswert kommen in Frage: Wind, Niederschlag, Sonnenscheindauer, Temperatur, Schnee etc.

Autor: Daniel Schneuwly
Verlag: iimt University Press
ISBN: 978-3-905814-41-5

Security-Finder Schweiz: Newsletter