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04.11.2016
von: heise online

Verteidigungsministerium sieht Schlachtfeld der Zukunft im Cyberraum

Cyberangriffe und Internetpropaganda würden zu einer ernsten Gefahr. "Solche Desinformation, solche Propaganda sind ein handfestes Risiko für unsere Demokratien", meint CDU-Politikerin Ursula von der Leyen.

Das Schlachtfeld der Zukunft liegt für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Cyberraum. Dort und nicht mehr "ganz konkret auf dem Boden" fänden künftig die Auseinandersetzungen, Konflikte und Krisen statt, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Hamburg auf dem Wirtschaftsforum der Wochenzeitung Die Zeit. Cyberangriffe und Internetpropaganda würden zu einer ernsten Gefahr. "Solche Desinformation, solche Propaganda sind ein handfestes Risiko für unsere Demokratien."

Die Ministerin verwies unter anderem auf das Vorgehen Russlands etwa im Zusammenhang mit dem Abschuss des Passagierflugs MH17 über dem Kriegsgebiet Ostukraine oder das Verhalten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Nach Überzeugung von der Leyens hatte der IS anfänglich auch Erfolg, weil er "brillant auf der Klaviatur der modernen Kommunikation im Cyberraum spielte". Neue Anhänger rekrutiere er fast ausschließlich netzbasiert. "Deswegen reicht es nicht, dem IS sein physisches Territorium zu nehmen", sagte die CDU-Politikern.

Die Netze des Bundes würden jeden Tag rund 6500 Mal, zum Teil automatisiert, angegriffen, sagte von der Leyen. 20 bis 30 der Attacken seien in "hoch spezialisierter Form, die uns schwer zu schaffen machen". Die Bundeswehr investiere inzwischen pro Jahr rund eine Milliarde Euro in die IT-Sicherheit, sagte von der Leyen. 2017 nehme zudem ein eigener militärischer Organisationsbereich Cyber mit rund 13.500 Soldaten und zivilen Beschäftigten seine Arbeit auf.
Quelle: heise.de


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