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05.12.2017

Credit Suisse-Sorgenbarometer; Sorge Nummer 1: die Altersvorsorge

Das Sorgenbarometer der Credit Suisse zeigt, dass die AHV den Schweizerinnen und Schweizern am meisten Sorge bereitet und ihre Sicherung als das wichtigste politische Ziel gesehen wird. Ansonsten bleibt der Sorgenkatalog relativ konstant – dafür zeichnet sich ein Wandel der nationalen Identität ab.

Seit 1976 gibt das Sorgenbarometer der Credit Suisse Auskunft über die Stimmungslage der Schweiz. Und 2003 kannte es bei den Hauptsorgen einen einsamen Spitzenreiter: die Arbeitslosigkeit. Doch dieses Jahr hat sich die Hierarchie verschoben und die Altersvorsorge liegt erstmals vorne. Allerdings liegt die Arbeitslosigkeit nach wie vor fast gleichauf – gerundet werden beide Themen von 44 Prozent der Befragten zu den fünf wichtigsten Problemen der Schweiz gezählt. Auf den weiteren Rängen folgen die Themen Ausländer und Ausländerinnen (35 Prozent), Gesundheit/Krankenkasse (26 Prozent) sowie EU/Bilaterale (21 Prozent).



Die Sorge um die Arbeitslosigkeit korrelierte historisch stets stark mit der realen Arbeitslosenquote. Dass die Sorge gegenüber 2014 um 12 Prozentpunkte abgenommen hat, überrascht angesichts der aktuellen Diskussion, ob die Digitalisierung womöglich viele Stellen wegautomatisieren wird. 37 Prozent der Befragten glauben dieses Jahr, ihr Job sei sehr sicher – so viele wie noch nie.

1976 rangierte die Altersvorsorge auf dem dritten Platz (64 Prozent) der grössten Schweizer Sorgen und nahm seither eine wichtige Stellung im Sorgenbarometer ein. In den letzten 15 Jahren zeichnete sich ab, dass sich immer weniger Befragte darum sorgten – letztes Jahr gar nur noch 28 Prozent. 2017 ist die AHV/Altersvorsorge nun jedoch die meistgenannte Sorge der Schweizerinnen und Schweizer. «Der Trend könnte die Altersvorsorge zu einem klimaprägenden gesellschaftlichen Thema werden lassen», sagte Lukas Golder, Co-Leiter von gfs.bern, welches das Credit Suisse Sorgenbarometer seit 1995 erhebt. «Das Nein zur AHV-Reform 2020 nach der Erhebung hat kaum zu einer Beruhigung beigetragen. In solchen Stimmungslagen kommen Politik und Verwaltung unter starken Druck, für die Gesellschaft tragfähige Kompromisslösungen zu erarbeiten.»
Quelle und gesamter Artikel: credit-suisse.com


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