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11.07.2017

E-Governance: Vorstudie für IAM @IDW erfolgreich abgeschlossen

Die Informatikdienste der Stadt Winterthur (IDW) haben Ende 2016 ihre Vorstudie zur Einführung eines Identity & Access Managements (IAM) erfolgreich abgeschlossen. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird jetzt ein Gesamtkonzept für ein internes und externes IAM erstellt. Erste Umsetzungsmassnahmen sind geplant, die Initialisierungsphase soll Mitte 2017 starten.

Weltweit organisieren Gemeinden und Behörden ihre Prozesse und Infrastrukturen neu, so dass sie ihre Dienstleistungen sowohl im Direktkontakt am Schalter als auch online anbieten können. Die Voraussetzung für solche Online-Prozesse sind klare, elektronische Identitäten (engl. Identities). Im Bereich e-Governance aktuell führend sind Grossbritannien, Australien, Südkorea und Singapur, dicht gefolgt von Finnland, Schweden, der Niederlande, Neuseeland und Dänemark. Nicht zu vergessen die baltischen Staaten, allen voran Estland («E-Stonia») und Lettland, die in den Medien regelmässig für Aufmerksamkeit sorgen.

Auftrag und Zielsetzung des Projekts
In der Schweiz wird auf Bundesebene bereits an einem Standard für die elektronische Identität (eID) gearbeitet. Winterthur, die sechstgrösste Stadt der Schweiz, bietet bereits einige Dienstleistungen online an: Der Umzug innerkantonal, die Eingabe von Steuererklärungen sowie von Bauanträgen können bereits elektronisch abgewickelt werden. Mit Blick auf einen geplanten Ausbau des Serviceangebots führten die Informatikdienste der Stadt Winterthur mit der IPG eine Vorstudie durch. Ziel war es, eine Übersicht über die vorhandenen IT-Prozesse zu gewinnen und die Voraussetzungen herauszuarbeiten, welche nötig wären für die Einführung eines föderativen Identity & Access Management – d.h. eine Identität für jeden Bürger und jede Bürgerin der Stadt.

Vorgehen und Methodik

Weltweit organisieren Gemeinden und Behörden ihre Prozesse und Infrastrukturen neu, so dass sie ihre Dienstleistungen sowohl im Direktkontakt am Schalter als auch online anbieten können. Die Voraussetzung für solche Online-Prozesse sind klare, elektronische Identitäten (engl. Identities). Im Bereich e-Governance aktuell führend sind Grossbritannien, Australien, Südkorea und Singapur, dicht gefolgt von Finnland, Schweden, der Niederlande, Neuseeland und Dänemark. Nicht zu vergessen die baltischen Staaten, allen voran Estland («E-Stonia») und Lettland, die in den Medien regelmässig für Aufmerksamkeit sorgen. In der Schweiz wird auf Bundesebene bereits an einem Standard für die elektronische Identität (eID) gearbeitet. Winterthur, die sechstgrösste Stadt der Schweiz, bietet bereits einige Dienstleistungen online an: Der Umzug innerkantonal, die Eingabe von Steuererklärungen sowie von Bauanträgen können bereits elektronisch abgewickelt werden. Mit Blick auf einen geplanten Ausbau des Serviceangebots führten die Informatikdienste der Stadt Winterthur mit der IPG eine Vorstudie durch. Ziel war es, eine Übersicht über die vorhandenen IT-Prozesse zu gewinnen und die Voraussetzungen herauszuarbeiten, welche nötig wären für die Einführung eines föderativen Identity & Access Management – d.h. eine Identität für jeden Bürger und jede Bürgerin der Stadt.

Projektherausforderungen

Die Aufgabe war anspruchsvoll. Einerseits musste Zeit für die Interviews während des Tagesgeschäftes gefunden werden. Andererseits galt es die komplexe Struktur zu berücksichtigen: Die Informatikdienste der Stadt Winterthur bieten Service-Leistungen für 60 verschiedene Ämter, Bereiche und Betriebe an wie beispielsweise für die Polizei oder die Einwohnerkontrolle. Diese Ämter sind in ihrem Aufbau und in ihren Geschäftsprozessen autonom – eine Herausforderung für alle damit verbundenen Entscheidungsprozesse bzw. für die Vorgaben einer einheitlichen IT-Architektur. Im Besonderen ist die Vision einer Smart City Winterthur in den verschiedenen Ämtern unterschiedlich weit gediehen.

Wichtig war daher das Sicherstellen einer offenen IT-Architektur, welche die Weiterentwicklung in sinnvollen Etappen erlaubt. Trotz zahlreicher Massnahmen auf Bundesebene ist bis auf Weiteres unklar, wie die IT-Standards für ein föderatives IAM in der Schweiz ausgeprägt sein werden. Verständlich, dass daher die meisten Kantone und Gemeinden sich abwartend zeigen, wenn es darum geht, Investitionen für e-Government-Lösungen zu tätigen. Innerhalb der Schweiz findet zwar ein reger, informeller Austausch zwischen Kantonen und Städten statt (z.B. mit dem Kanton Zug, Basel-Stadt und St. Gallen). Aufgrund der föderalistischen Struktur ist jedoch eine kantonal übergreifende Adaption nur langsam möglich.
IPG auf Security-Finder Schweiz
Lesen Sie hier den gesamten Bericht (PDF)


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