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25.01.2018

Weltwirtschaftsforum ruft Cybersecurity-Zentrum ins Leben

Allein im vergangenen Jahr wurden mindestens zwei Sicherheitsinitiativen in Gang gesetzt, um sich global über Cybersecurity auszutauschen. Das Weltwirtschaftsforum in Davos setzt nun noch eine drauf.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat angekündigt, in Genf ein Global Cybersecurity Zentrum einzurichten. Dort sollen sich Unternehmen und Regierungen austauschen, Empfehlungen für einen möglichen Regulierungsrahmen entwerfen und Szenarien für künftige Bedrohungen entwickeln.
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Das Thema Netzwerksicherheit sei in den jährlichen "Global-Risk"-Studien des Forums beharrlich in den Vordergrund getreten, erläutert das Sekretariat des WEF seine Beweggründe. Das Center mit Sitz in Genf soll im März eröffnet und eine vom WEF unabhängige Institution werden. Das Weltwirtschaftsforum setzt auf prominente Unternehmensmitglieder. Die Ankündigung in Davos wurde von Vertretern von Comcast und der Moskauer Sperbank, Interpol und Europol mit unterstützt. Personal wird aktuell noch gesucht.
Sicherheitsinitiativen sind in Mode

Cybersecurity-Initiativen haben gerade Hochkonjunktur. Vor einem Jahr gründete sich am Rande der Münchner Security Conference die Global Commisison on the Stability of Cyberspace (GCSC). Fast identisch mit dem Aufgabenkatalog des WEF Cybersecurity Centers ist außerdem das Programm des Global Cyber Security Center (GSEC) in Rom aus, das auf Initiative der italienischen Post ins Leben gerufen wurde. Auch gibt es ambitionierte akademische Initiativen wie die Cyber Security Center in Oxford oder The Hague.

Für Wolfgang Kleinwächter, der Mitglied in der GCSC ist und Autor für das WEF, kann die Einrichtung des Genfer Zentrums durchaus ein positiver Schritt sein. "Allerdings kommt es darauf an, wie sich das Zentrum mit den anderen Initiativen vernetzt", sagte er gegenüber heise online. Dass so viele Initiativen entstehen ist für ihn auf jeden Fall Beweis, dass rein staatliche Verhandlungsrunden zu Themen wie der Malwareflut bis hin zum Cyberwar allgemein als unzureichend empfunden werden. Ein Netzwerk, das für eine gute Arbeitsteilung und die Einbeziehung nicht nur von Unternehmen und Regierungen, sondern auch von technischen Experten und zivilgesellschaftlichen Gruppen sorge, sei zu begrüßen.
Quelle: heise.de


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