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27.01.2011
von: Franz Kaiser

Das iPhone als Sicherheitsrisiko

Wenn die Beliebtheit zur Schwachstelle wird.

Im Interview gibt Franz Kaiser wichtige Tipps, wie Nutzer ihr iPhone sicher nutzen können:

Herr Kaiser, welche Ratschläge können Sie iPhone Nutzern geben, damit ihr Handy nicht zur Sicherheitsfalle wird?
Nicht nur am Computer, sondern auch bei Handys ist der Schutz vor äusseren Zugriffen extrem wichtig. Simple Vorsichtsmassnahmen können bereits helfen Schaden abzuwenden. iPhone-Besitzer sollten zum Beispiel die Funktion "Automatische Sperre" einschalten und ein Passwort zur Reaktivierung des Bildschirms erstellen.

Was kann ich tun, um meine private Korrespondenz zu schützen und was muss ich bei der Synchronisation mit meinem Computer beachten?
Öffnen Sie keine unbekannten SMS oder MMS. Wenn Sie das iPhone privat für E-Mail Korrespondenzen nutzen, stellen Sie sicher, dass der Secure Sockets Layer (SSL) Schutz aktiviert ist. SSL verschlüsselt die vom iPhone verschickten oder eingehenden E-Mails und schützt Sie so vor Eingriffen von aussen. Verbinden Sie Ihr iPhone ausserdem nur mit sicheren Computern. In jedem Fall sollten Sie ein Antivirusprogramm auf Ihrem iPhone Installieren und regelmässig den Antivirus-Report sichten. Lassen Sie Antivirus-Software Ihren PC oder Laptop scannen, um sicherzugehen, dass er frei von Malware ist, bevor Sie Ihr iPhone für eine Synchronisation damit verbinden.

Die einfachste Zugriffsmöglichkeit auf ein iPhone ist über das Internet. Besonders Apps können eine Schwachstelle sein. Wie kann ich dem vorbeugen?
Informieren Sie sich gründlich, bevor Sie eine unbekannte Applikation herunterladen. Lesen Sie etwa die Kommentare anderer User oder prüfen Sie das App online auf Viren. Wenn Sie Ihr iPhone mit einem Hochgeschwindigkeits-WLAN-Netzwerk verbinden, nutzen Sie Wi-Fi Protected Access oder ein anderes WLAN Sicherheitsprotokoll. Der Wi-Fi Support des iPhones unterstützt Sie bei den grundsätzlichen Sicherheitseinstellungen für WLAN-Netze. Generell sollten Sie für Ihren iPhone-Browser, in der Regel ist das ja "Safari", die Einstellung "Pop-ups blockieren" wählen. Denn auch wenn ein Pop-up nur unbeabsichtigt geöffnet wird, kann der geöffnete Link das iPhone dennoch für Malware öffnen.

Und letztendlich: Wie soll ich mich verhalten, wenn ich glaube, dass mein iPhone "infiziert" wurde?

Melden Sie verdächtige Aktivitäten in jedem Fall Ihrem Betreiber, Ihrer Bank, den zuständigen Verbrauchergruppen, Antivirus-Firmen oder, im schlimmsten Fall, der nächsten Polizeistation. Malware ist kein Kavaliersdelikt. Je mehr die Nutzer sich der Thematik bewusst werden, desto eher kann gegen diese Kriminalität vorgegangen werden.

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