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Geheimdienstliche Methoden: Was bedeutet das für uns Bürger?

Die Enthüllungen von Edward Snowden zeigen uns, wie Geheimdienste arbeiten – ganz allgemein, nicht nur der US-Geheimdienst. Das Spezielle beim US-Geheimdienst ist, dass sehr viele Hersteller und Betreiber von ICT Infrastruktur und Onlineplattformen aus den USA kommen und dadurch zusätzliche Möglichkeiten der Überwachung entstehen. Mit den neuen Mitbewerbern aus den Schwellenländern balanciert sich diese Dominanz etwas aus. Dies hat aber gleichzeitig zur Folge, dass die Arme der Geheimdienste dieser Länder auch länger werden.

Die Veröffentlichungen zeigen, wie unsere Computerinfrastruktur trotz Tausenden von Informationssicherheitsexperten und Milliardenumsätzen in der IT-Sicherheit Vertraulichkeitslücken aufweist. Diese Lücken bleiben und können systembedingt nicht entfernt werden.

Sunzi (534 bis 453 vor Christus), General und Chinesischer Kriegsphilosoph, sagte schon dazumal, dass wenn es eine effektive Methode gäbe, man auch von einem Einsatz durch den Feind ausgehen müsse.

Wir können davon ausgehen, dass die technischen Möglichkeiten bezüglich Überwachung und  entsprechende Vorteilsnahme voll ausgeschöpft werden – von allen Nationen, befreundet oder verfeindet, flächendeckend, überall!
Eine hohe Computersicherheit schützt gegen einfache Datendiebe, wie Jugendliche, die einmal etwas ausprobieren wollen (so genannte Skript Skiddies). Aber bereits voll ausgebildete Programmierer mit etwas Studium der Hackertechnologien können die meisten Barrieren überwinden.

Was sind die Folgen für uns Bürger?
Das Allerwichtigste: Das Wissen über diesen Umstand verändert unsere Wahrnehmung, aber nicht die Welt in der wir leben. Wir haben diese Tatsache bisher akzeptiert und müssen – ob wir wollen oder nicht – dies weiterhin akzeptieren. Für die allermeisten Tätigkeiten ist die daraus entstehende Bedrohung eigentlich nicht wesentlich.

Und für die Ausnahmen? Finger weg vom Netz! Suchen sie einen Ort wo sie unbeobachtet sind, wo es keine hochauflösende Kameras gibt, machen Sie sich Handnotizen und reden Sie im persönlichen Gespräch.

Sofern Sie anschliessend die Handnotizen nicht einscannen und über das Internet verschicken, sollten Sie deren Vertraulichkeit bewahren können.
Was dann noch bleibt? Beschäftigen Sie sich mit Big Data, der Methode wie man aus einem Datenhaufen unbedeutender Information neue und wertvolle Informationen gewinnt und Schlüsse daraus zieht. Das wird Sie vor unachtsamem Umgang mit Daten schützen. Seien sie sparsam, genauer datensparsam. Es lohnt sich!


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