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14.12.2010
von: ICT

Paradigmenwechsel in der sicheren Identifikation

Der Identitätsbestimmung, also dem Identity und Name-Matching, kommt immer grössere Bedeutung zu. Im Zentrum der Sorgfaltspflicht von Banken steht die Maxime "Know your Customer". Jede Bank muss die Identität ihrer Kunden eindeutig bestimmen. Dies erfolgt durch Programme, welche Personendaten suchen und abgleichen, so genannte Identity Matching Software. In Banken wird solche Software nicht nur bei der Kundenüberprüfung eingesetzt, sondern auch bei der Überwachung von Zahlungen, bei der Überprüfung von Mitarbeitern und Geschäftspartnern oder bei der Konsolidierung von Datenbeständen. Das Anwendungsgebiet für mobiles und sekundenschnelles Abrufen von personenbezogenen Daten aus heterogenen Quellen ist riesig. Umso mehr verwundert es, dass die Qualität der eingesetzten Identity Matching Software noch weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Einerseits ist die Software, die zur Personensuche eingesetzt wird, unzuverlässig, so dass die gesuchte Person nicht gefunden wird. Andererseits ist die Software nicht präzise genug, zeigt also viele falsche Treffer an.

Die Schweizer Firma Linguistic Search Solutions aus Baar glaubt die Ursache für die schlechte Qualität in der Personensuche gefunden zu haben. Gründer und Geschäftsführer Dr. Bertrand Lisbach erklärt: «Die Crux am Identity Matching sind Schreibvariationen von Namen». Man müsse die Quellen und Formen dieser Schreibvariationen verstanden haben, um überhaupt Suchmethoden formulieren zu können, die diese Variationen erkennen. Bisherige Methoden seien deshalb so schlecht, weil man ihre Entwicklung Programmierern überlassen hat, die Identity Matching als rein technische Aufgabe verstanden haben. "Schreibvariationen von Namen sind jedoch kein technisches Thema, sondern ein linguistisches", sagt Lisbach. Bei der Linguistic Search Solutions arbeiten Muttersprachler, Namensexperten, Linguisten, Computerlinguisten und Programmierer zusammen, um alle bedeutenden Sprachräume der Welt abzudecken. "Die Entwicklung von Traphoty ist ein wichtiger Schritt für den Schweizer Finanzplatz und für Europa", erklärt Dr. Klaus Frick, Gründer der nach ihm benannten Unternehmensberatung und internationaler Experte für die Entwicklung von globalen Data- Warehouse-Lösungen für Finanzinstitute. "Der Paradigmenwechsel im Name- und Identity-Matching war längst überfällig", erklärt er. Die bisherigen, auf mathematisch-technischen Verfahren basierenden Lösungen konnten den stark gestiegenen Anforderungen der Finanzunternehmen nicht mehr gerecht werden. Zum einen verlangen die verstärkt international agierenden Kunden von ihren Banken einen konstant hohen Service Level. Zum anderen haben sich die regulatorischen Bestimmungen drastisch verschärft. Jüngste Studien belegen, dass bei zunehmender globaler Mobilität des Kapitals das Vertrauen zwischen Kunde und Bank als Wettbewerbsfaktor stark an Bedeutung gewinnen wird. Für Frick ist deshalb klar: "Wollen etablierte Finanzinstitute nachhaltig am wachsenden Reichtum der besitzenden Bevölkerungsgruppen der neuen Märkte in Asien und Lateinamerika teilhaben, so wird das Instrument der zuverlässigen Kundenidentifikation zum elementaren Bestandteil der zukünftigen Kundenstrategie werden müssen."

Quelle: ICT


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