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Prof. Dr. Michael Stürmer

Die Welt sollte Interesse am Suez-Kanal haben.

In der Diskussion "Standpunkte" am 20. Februar 2011, meinte Michael Stürmer u.a. der Fall Ägypten hätte die Macht, eine weitere Weltwirtschaftskrise auszulösen. Weitere nennt Stürmer ... "Zum Beispiel; die Gasleistung die jetzt in die Luft gesprengt worden ist. Nicht von Freunden Israels und Jordaniens. Sondern von irgendwelchen wilden Kräften. Diese Erdgasleitung ist ja vertraglich Teil des Friedensvertrages. ... Das sind wesentliche Fragen. Die Welt sollte sehr interessiert sein am Suez-Kanal. Ohne diesen haben wir eine Weltwirtschaftskrise, wie wir diese noch nicht erlebt haben".



Wer ist das Volk?


Jugendliches Massen-Arbeitslosigkeit, gebildete Schichten, die keine Berufs-Chancen haben, rasanter Anstieg der Lebensmittelpreise und eine enorme Hilflosigkeit der Regierung.
Diese Ursachen für die Revolution sind nach wie vor vorhanden. Fast romantisch hätte man vom Volk gesprochen - die Vorstellungen, dass suzusagen das Volk aufstehen würde, sind zu romantisch.



Eine Voraussetzung für die Demokratie


Stürmer; Es gäbe zwei Modelle, und wahrscheinlich ein reales, das wir alle noch nicht kennen würden. Ein Modell wäre wie die Türkei. Ein anderes wie Iran. Ihm graue, daran zu denken. Es wäre wieder eine Katastrophe. Das iranische Modell wäre ein Horror für die Region. Für eine Demokratie würden aktuell noch wesentliche Elemente fehlen. Es fehle die Republikanische Tradition. Es gäbe keine Institutionen, kein Verfassungsgericht, keine politischen Parteien etc.



Der Westen muss arabische Verbündete finden


Die abgefangenen Paketbomben sind kein Grund zur Entwarnung. Der Westen braucht dringend Verbündete in der arabischen Welt.

So befriedigend der jüngste Zugriff auch ist, der wahrscheinlich zwei Massaker verhindern konnte, für die weltweite fortdauernde Wirkung des Terrors ist er leider nur von zweitrangiger Bedeutung. Denn er beweist, dass al-Qaida im Jemen aktiv an der Arbeit und zu grösseren koordinierten Aktionen in der Lage ist. Die Strategie Bin Ladens und seines tief gefächerten Netzwerks ist Vertreibung westlicher Kräfte, Ideen und Menschen aus den Ländern des arabischen Halbmondes. Terror ist die hocheffiziente Kampfführung des Schwächeren gegen den Stärkeren, aus dem Hinterhalt und dem Dunkel. Es geht darum, Furcht und Schrecken in die Herzen zu werfen. Selbst ein Misserfolg wie jetzt hat die Wirkung, dass sich jeder noch einmal überlegt, mit dem Flugzeug zu reisen. Die Menschen hängen nun einmal am Leben. Die globalisierte Welt indes hängt nicht nur am ungestörten Schiffsverkehr, der zunehmender Piraterie ausgesetzt ist, sondern auch an sicheren Wegen der Zivilluftfahrt.

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