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24.09.2018

Industrie und BMI etablieren Bündnis für Cybersicherheit

Am Donnerstag, den 20. September 2018 haben in Berlin der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, und der Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie e.V. (BDI), Professor Dieter Kempf, ein Memorandum of Understanding zur Etablierung des Bündnisses für Cybersicherheit unterzeichnet. BMI und BDI verständigen sich darin auf eine enge und intensivierte Kooperation zu Cybersicherheitsthemen. Die Notwendigkeit für eine noch engere Kooperation zwischen Industrie und Innenministerium entspringt der stetig steigenden Bedrohungslage aus dem Cyberraum. Auch zukünftig, wird Cyberkriminalität als eines der bedeutendsten Risiken für reibungslos ablaufende Geschäftsprozesse erachtet.

Bundesinnenminister Seehofer betonte anlässlich der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding: "Die Gewährleistung der Cybersicherheit können Staat, Gesellschaft und Wirtschaft nur gemeinsam schultern. Es ist dabei eine der wesentlichen Pflichten des Staates, auch die Sicherheit der Wirtschaft im Cyberraum weiter zu stärken und bestehende Schwachstellen zu beheben. Nur so kann die deutsche Wirtschaft auch in einer immer weiter vernetzten Zukunft ihre Stärken ausbauen. Mit dem nun ins Leben gerufenen Cyberbündnis intensivieren wir die Zusammenarbeit zwischen BDI und BMI und leisten einen großen Beitrag für mehr digitale Souveränität von Staat und Wirtschaft."

BDI-Präsident Dieter Kempf betonte: ""Vertrauen ist das Fundament für eine erfolgreiche Digitalisierung. Deshalb ist bei der Cybersicherheit eine enge Kooperation von Wirtschaft und Staat besonders wichtig. Das Bündnis für Cybersicherheit hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Cyberresilienz des Wirtschaftsstandorts Deutschland nachhaltig zu stärken. Gerade eine engere Zusammenarbeit bei internationalen Themen auf diesem Gebiet hilft dabei, deutsche Unternehmen effizienter vor einseitigen Benachteiligungen in Drittstaaten zu schützen.""

Das Cyberbündnis verfolgt drei klar definierte Ziele, welche BDI und BMI gemeinsam mit Verbänden, Unternehmen und Bundesbehörden erreichen wollen.

  1. Ziel: "Verbesserte Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft"
    Aktuell existiert eine Vielzahl voneinander unabhängiger Cybersicherheits-Initiativen auf Bundes- und Länderebene. Basierend auf einer Analyse der bestehenden Cyber-Initiativen auf Bundes- und Länderebene, werden BMI und BDI zur Optimierung der Kooperation und zu einer besseren Vernetzung von Staat und Wirtschaft einladen. Ziel ist eine Bündelung der Anstrengungen, um die Cybersicherheit Deutschlands möglichst effizient zu gewährleisten.

  2. Ziel: "Verbesserte Kooperation zwischen Wirtschaft und Staat im internationalen Kontext"
    Die deutsche Industrie unterliegt im Ausland der Cyberregulierung des jeweiligen Drittstaats. Dies hat teils erhebliche Auswirkungen auf den Schutz von Firmendokumenten. BDI und BMI werden ein Forum zwischen Bundesbehörden und Vertretern der Wirtschaft zum Austausch über internationale Cybersicherheitsfragen etablieren. Ziel ist es, gegenüber Drittstaaten und in internationalen Institutionen besser abgestimmte Positionen zu Cybersicherheits-Themen zu vertreten.

  3. Ziel: "Identifikation und Prüfung von Projekten zur Stärkung der digitalen Souveränität des Wirtschaftsstandorts Deutschland"
    Im Rahmen der Kooperation sollen Produkte und Dienstleistungen und insbesondere Schlüsseltechnologien für kritische Geschäftsprozesse, die zur Wahrung der digitalen Souveränität der deutschen Industrie und des Staates essentiell sind, identifiziert werden. In den Fällen, in denen eine hohe Abhängigkeit von ausländischen Technologien besteht, wollen Staat und Wirtschaft gemeinsam Projekte ins Leben rufen, die die digitale Souveränität Deutschlands stärken.

Quelle: bmi.bund.de


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