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04.06.2019

Neue Analyse

Eine neue Analyse zeigt: Zwei von drei Hotel-Webseiten sichern Buchungsdetails sowie persönlichen Daten ihrer Gäste nicht ausreichend, sodass diese von Dritten eingesehen werden können.

Daher überrascht es nicht, dass 80 Prozent der deutschen Verbraucher zunehmend um ihre Privatsphäre besorgt sind. Angesichts des jetzt bekannt gewordenen Datenschutzrisikos auf Hotel-Webseiten ist diese Sorge nicht gänzlich unbegründet und könnte die Vorfreude auf den kommenden Sommerurlaub trüben.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Durchgesickerte Informationen: Zu den kompromittierten Informationen gehörten sowohl der vollständige Name und die Postanschrift als auch die Kreditkartendaten und die Passnummer. Der Zugriff auf diese Informationen könnte es Hackern ermöglichen, sich in die Reservierung einzuloggen, weitere persönliche Daten einzusehen und Buchungsdaten zu ändern – bis hin zur vollständigen Stornierung der Reservierung.
  • Risiken und Folgen: Hacker können gescannte Informationen an andere Cyberkriminelle im Dark Web verkaufen oder selbst Identitätsbetrug begehen. Darüber hinaus können sie die Daten nutzen, um überzeugende personalisierte Spam- oder Phishing-E-Mails zu versenden. Durch die Einbeziehung personenbezogener Daten erhöhen Betrüger leicht die Glaubwürdigkeit ihrer E-Mails.
  • Tipp für die Sicherheit: Für Verbraucher ist es relativ schwer, diese Art von Datenleck zu erkennen. Eine Sache, die Konsumenten tun können, ist, die URL der Website zu überprüfen – wenn sie persönliche Informationen sehen, wie ihre E-Mail-Adresse, die eindeutig als Teil des Links aufgeführt ist, ist das normalerweise ein Zeichen für Datenverlust.
  • Datenschutzproblem hat keine Priorität: Auffällig war insbesondere die langsame Reaktion der betroffenen Hotels, nachdem Symantec sie über die Ergebnisse informiert hatte. 25 Prozent der Datenschutzbeauftragten antworteten nicht einmal innerhalb von fünf Wochen. Diejenigen, die geantwortet haben, brauchten dafür durchschnittlich zehn Tage. Andere gaben sogar zu, dass sie noch dabei sind, die Systeme an die Datenschutzgrundverordnung anzupassen – die sensiblen Daten der Verbraucher sind somit weiterhin gefährdet.

Quelle: symantec.com


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