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12.03.2018

Schweizer Verlegerverband unterzeichnet offenen Brief gegen drohende E-Privacy-Verordnung

Der Verband Schweizer Medien (VSM) setzt sich gegen die drohende E-Privacy-Verordnung ein und hat einen entsprechenden offenen Brief europäischer Verbände mitunterzeichnet. Nach Meinung des VSM seien die Gewährleistung der Privatsphäre, die Diskretion und der Schutz von personenbezogenen Daten entscheidend für das Vertrauen der Bürger in digitale Technologien. Die vorgeschlagene E-Privacy-Regulierung, die kürzlich im Europäischen Parlament angenommen wurde und derzeit zwischen den Mitgliedsstaaten diskutiert werde, erreiche jedoch keines dieser Ziele.

Der VSM befürchte, dass die derzeitigen Vorschläge keinen effizienten Konsumentenschutz bieten und dass sie die bereits führenden Akteure der Datenwirtschaft nur noch mehr stärken würden. "Die Regulierung bedroht sowohl die Entwicklung von Online-Advertising als auch diejenige von europäischen Medien- und Telekommunikationsunternehmen, Startups und weiteren neuartigen Unternehmen", postuliert der Verband. Zudem würde sie die wesentliche Rolle von Presse und Medien im demokratischen Leben Europas untergraben.

Die europäischen Medienverbände verlangen in einem offenen Brief eine überarbeitete E-Privacy-Regulierung. Der digitale Markt Europa verdiene Besseres als eine Regulierung mit massiven und unkontrollierbaren Randerscheinungen. Es brauche klare und einfache Definitionen, die zwischen personenbezogenen und nicht-personenbezogenen Daten unterscheiden und dadurch eine konsistente und horizontale Umsetzung ermöglichen würden. Nur so werde der Schutz des Einzelnen und die Entwicklung des europäischen digitalen Ökosystems gewährleistet, betonen die Verbände.
Quelle: ictk.ch


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